Es soll sich um einen Tornado mit einer Windgeschwindigkeit von 120 Stundenkilometern gehandelt haben.
Derartige außertropische und festländische Wirbelsturm-Phänomene ereignen sich beim
Aufeinandertreffen kalter atmosphärischer Strömungen auf warme aufsteigende Luft.
In diesem
Falle führte ein Gewittersturm kalte Luft über die Hochebene der Eifel aus dem Nordwesten
herbei, welche beim Absacken in das Rheintal einen Kontakt mit der Kaltluft der höheren Atmosphäre hergestellt haben könnte.
So kam es, dass zunächst zahlreiche Bäume an den steilen Hängen am nordwestlichen Ortsrand von Brohl entwurzelt oder abgeknickt wurden.
Auch hier waren es flachwurzelnde Koniferen, die bevorzugt durch den Sturm geworfen wurden. Da sie größere Höhen als Laubgehölze erreichen, bilden sie in sturmgefährdeten Siedlungsbereichen eine Gefahr, während tiefwurzelnde Laubgehölze sogar einen Windschutz bedeuten können.
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Wahrscheinlich entwickelte sich der Sturm-Wirbel zunächst in größerer Höhe, so dass außer an den Bäumen relativ geringe Sachschäden entstanden. Erst am Grunde des Rheintales erreichte der mutmaßliche Tornado seine zerstörerischste Wirkung und verursachte Schäden an Dächern und Fahrzeugen. Auch das Leergut-Lager des örtlichen Mineralbrunnens wurde "verwirbelt".
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